„Wir haben festgestellt, dass die Produktivität für alle deutlich gestiegen ist. Das macht glücklich!“

Remote Work: Im Gespräch mit WANT-Kundin Sabine Gruppe (L-One Systems)

09.09.2020 / 14:32 Uhr

Ein halbes Jahr ist es nun schon her, dass viele Unternehmen Coronabedingt ganz oder teilweise ins Homeoffice gezogen sind. Wie unser Team die letzten Monate erlebt hat, das konntet ihr bereits vor wenigen Wochen in unserem Blog lesen. Aber wie gehen eigentlich unsere Kunden mit der aktuellen Situation um? Wir haben uns einmal bei L-One Systems umgehört. Dabei herausgekommen ist ein spannendes Interview mit Sabine Gruppe, Marketing & PR-Managerin des Unternehmens.

Siehst Du Remote-Work als Chance oder eher als Hindernis?

„Remote Work sehe ich als große Chance für beide, Unternehmen und Mitarbeiter. Ich als Mitarbeiter profitiere allein durch die Zeit die ich gewinne, wenn ich nicht täglich ins Büro pendeln muss. Bei mir kommt in der Woche fast ein ganzer Arbeitstag zusammen. Zeit für mich und die Familie. Zu den Homeoffice-Vorteilen zählen auch die Ergebnisse, die ich schneller erziele, je konzentrierter ich arbeiten kann. Wer kennt das nicht: Im Büroalltag bleiben die geplanten Aufgaben oft liegen. Gespräche der Kollegen, laute Telefonate beim hastigen Verlassen des Arbeitsplatzes in den Telefonbereich oder spontane Abstimmungsprozesse durchkreuzen Konzentrationsphasen. 

Zuhause oder Remote ungestört zu arbeiten bedeutet, Aufgaben zügig abschließen zu können: Texte und Mails schreiben, Daten erfassen und analysieren oder Präsentationen zu erstellen. Es kommt also mehr reine Arbeitszeit und steigende Arbeitsleistung zusammen. Das macht glücklich. Mich selbst – und mein Unternehmen. Und auch das ist eine Folge der Homeoffice-Arbeit: Wenn das L-One-Team sich einmal im Monat persönlich versammelt, freuen wir uns total, uns zu sehen.“


Wie hält es das Team von L-One mit der momentanen Arbeitssituation?

„Die Stimmung ist sehr gut. In unserem wöchentlichen Mitarbeiter-Update hat am Freitag eine Kollegin geschrieben, dass unsere Remote-Arbeitssituation uns näher zusammenbringt: Da ich jetzt alle aus der Ferne kontaktieren muss, macht es keinen Unterschied, wo die jeweilige Person sitzt – solange die Internetverbindung funktioniert.‘ Als IT-Dienstleister mit eigenem Offshore-Team arbeiten wir ohnehin weitgehend online und remote und gleichen uns jetzt weiter an. Zusätzlich haben wir schnell festgestellt, dass die Produktivität seit Beginn der Coronabedingten Homeoffice-Zeit für alle deutlich gestiegen ist. Und dass die Möglichkeit, in Videokonferenzen den Bildschirm zu teilen, oder das gemeinsame Bearbeiten von Textdokumenten, die Zusammenarbeit stark vereinfachen können. 

Damit wir nicht vereinsamen, haben wir unterschiedliche Online-Meeting-Formate: Jedes Team informiert sich per Video-Chat untereinander in unserem „Huddle“ jeden Tag 15 Minuten über Fortschritt, Tagesplanung und absehbare Probleme bei unseren Projekten. Auch nach dem Wochenende und in der Wochenmitte treffen wir uns 30 Minuten per Video und berichten über unsere Wochenend-Aktivitäten und wie die Woche sich entwickelt. Wir haben zusätzlich einen Icebreaker-Call, der uns wöchentlich zufällig mit Kollegen verabredet, um zu plaudern. Und sich zum Kaffeetrinken per Videochat zu verabreden wird immer selbstverständlicher.“


Kannst Du uns aus Deiner Sicht etwas zu den Vor- und Nachteilen von Online-Präsentationen vs. Face-to-Face-Präsentationen sagen?

„Meine erste Online-Präsentation war eine Katastrophe: schlechte Internet-Verbindung, kein erkennbares Feedback, Anlaufschwierigkeiten beim Teilen des Bildschirms. All das stellt neue Anforderungen an Gelassenheit und Souveränität. Wie beim Live-Präsentieren hilft hier nur eins: üben, üben, üben …“


Wie hast Du den Handover-Workshop bei uns empfunden? War es befremdlich, sich
auf Abstand zu begegnen? 

„Ja, es ist befremdlich, Abstand zu halten, den Gastgebern nicht zwischendurch mal anerkennend auf die Schultern zu klopfen und auf die Abschiedsumarmung nach zwei Tagen intensiver Workshop-Arbeit zu verzichten. Was aber in den Vordergrund tritt, ist das, was gesagt wird: sehr hilfreiche Diskussionen, die wir geführt haben und die mir beim Herangehen an Marketing-Fragen immer wieder lebhaft ins Gedächtnis springen. Eine Live-Begegnung – auch auf Abstand, ist durch nichts zu ersetzen und schafft eine bleibende Verbundenheit.“


Welches ist Dein Lieblingstool für Remote Work?

„Ich arbeite seit über 15 Jahren im digitalen Marketing in der Software- und IT-Branche. Seit 10 Jahren überwiegend aus dem Homeoffice. Ich habe den Aufstieg der unterschiedlichen Collaboration-Tools wie Trello, Jira, Confluence oder Planner verfolgt. Sie schaffen Transparenz und auch eine Gleichberechtigung in den Teams, weg von Situationen, in denen die einen viel sagen und die anderen viel (mit)schreiben. Mir gefällt das sehr. 

Um gemeinsam Prozesse zu entwickeln nutze ich gerne draw.io https://drawio-app.com/ und habe bei der Zusammenarbeit mit euch die Kommentarfunktion in Adobe XD zu schätzen gelernt.“

 

Sabine Gruppes Tipps für Home-Office-Neulinge:

1. Verbindet euch. Begegnet Euren Kollegen nicht nur auf Slack oder LinkedIn, sondern auch auf Instagram, Facebook oder Twitter. Private Themen, die durch zufällige Treffen in der Büro-Küche wegfallen, entstehen vielleicht auf euren Profilen. Und tretet aktiv an eure Kollegen heran, zum Beispiel mit einer Einladung auf einen Video-Chat-Kaffee.
2. Findet heraus, welche Bewegungspausen euch guttun: Joggen, gemeinsame Lunch-Spaziergänge oder ein Staubsauger-Einsatz. Bei mir sind es Kompostumschichtung und das Homeoffice-Workout von Ergotopia https://youtu.be/qT1IHdRHAlw.
3. Versucht, mit mehreren kleinen Pausen zwischendurch zu arbeiten. Vor allem, wenn ein Problem sich nicht lösen lässt. Macht etwas ganz, ganz anderes und: Tadaaaa! Nutzt die Flexibilität, die euch das Homeoffice bietet.

 

Seit August ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen L-One Systems und WANT – die neue Website für L-One Systems – on air: www.l-one.de.

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